|
Geschrieben von: Administrator
|
|
Dienstag, 12. Januar 2010 um 22:12 |
|
kopiert von der Website : wirbellose.de .Parastacus spec ( Mamorkrebs ) . . ArtDer Artname dieser in der Erscheinung sehr variablen Art ist mir leider nicht bekannt. Sie gehört jedoch zur Gattung Procambarus. Trotz intensiver Nachforschungen konnten wir den wissenschaftlichen Namen bisher nicht ermitteln. Dies liegt in großem Maße auch daran, dass die Beschreibung von Procambarus anhand von Männchen erfolgt, die bisher nicht gefunden werden konnten. Von Uwe Werner, der von mir drei Tiere bekommen hatte, wird der Zwergflußkrebs in seinem Buch Garnelen, Krebse und Krabben im Süßwasseraquarium als "Marmor-Krebs" beschrieben. BeschreibungDiese Zwergflußkrebse wurden bei mir maximal bis 8 cm groß, allerdings wurden auch schon Tiere mit einer Größe von 13 cm beschrieben. Sie haben in leicht saurem weichen Wasser einen dunkel braun gemusterten Körper. Dieser kann in härterem alkalischen Wasser auch ins bläuliche übergehen. Um zu wachsen wird wie bei allen Krebsen und Garnelen von Zeit zu Zeit der alte Panzer abgestreift. Dies geschieht in den ersten Lebenswochen recht häufig und später nur alle paar Wochen. Den Panzer sollte man im Becken lassen, da er von den Krebsen aufgefressen wird. Die ersten Tage nach dem Panzerwechsel ist der Krebs sehr empfindlich, da der neue Panzer erst aushärten muss. Während dieser Zeit versteckt sich der Krebs. Bei Rangeleien mit Artgenossen kann es dann schon mal vorkommen, dass einer eine Schere oder ein Bein verliert. Aber Krebse haben den Vorteil, dass Arme und Beine mit jeder Häutung wieder bis zur vollen Größe nachwachsen. Haltung Zwergflußkrebse lassen sich in ca. 18°C bis 25°C warmem Wasser bei pH-Werten um 7 halten. Jeder ausgewachsene Krebs braucht mindestens eine Fläche von 20 x 20 cm und eine eigene Höhle. Gegenüber Jungkrebsen und Fischen verhalten sie sich „normalerweise“ friedlich, so dass in den Becken auch Krebse gezüchtet bzw. Fische gehalten werden können. Kranke und bodenlebende Fische werden allerdings erbeutet. Die Krebse jagen ihre Beute nicht. Zur Futtersuche benutzen sie ihren Tast- und Geruchssinn, sehen können sie sehr schlecht. Eine Haltung mit Wild-Guppies war bei mir problemlos, außer dass die Guppies teilweise die Jungkrebse gefressen haben. Es ist dringend darauf zu achten, dass das Becken gut abgedeckt und keine Öffnung in der Abdeckung ist, durch die die Krebse hindurch passen, da sie gerne mal auf Wanderschaft gehen. Einrichtung des Aquariums Die Einrichtung muss aus vielen Versteckplätzen bestehen. Als Einrichtungsgegenstände werden Steine, Holz, Kokosnüsse, Blumentöpfe und wenige Pflanzen verwendet. Es gibt allerdings keine Pflanzen, die von Krebsen nicht gefressen werden. Auch Javafarn und Anubias werden komplett verspeist. Daher dienen Pflanzen nur zeitweilig als Dekoration und hauptsächlich als Futter. Krebse knabbern außerdem gern an Holz und Kokosnüssen. Zucht Das Weibchen trägt die bis zu 200 ca. 2 mm großen Eier bei 27°C ca. 2 Wochen an ihren Schwimmbeinen, wobei die Tragzeit sehr stark von der Wassertemperatur abhängt. Während dieser Zeit versteckt sich das Weibchen und frißt nicht. Die Jungkrebse halten sich nach dem Schlupf noch ca. 3 Tage an und bei der Mutter auf. Sie sind dann schon vollwertige Krebse mit einer Größe von 5 mm. Krebse wachsen sehr schnell. Innerhalb von 2 Monaten können sie 4 cm groß sein. Mit 4 Monaten sind sie dann bei guter Fütterung geschlechtsreif. Je enger die Krebse allerdings gehalten werden, um so langsamer wachsen sie. Bei zu enger Haltung kommt es auch zu Kannibalismus. die Vermehrung erfolgt mittels Parthenogenese = Jungfernzeugung, d.h. es gibt keine männlichen Tiere, sondern nur Weibchen. Somit reicht ein Tier als "Zuchtgruppe" aus. | | Futter Zu fressen bekommen Krebse Futtertabletten, Frostfutter, Erbsen, Gurken, Salat und Wasserpflanzen. Lebenden gesunden Fischen tun sie nichts, aber kranke und tote Fische werden von ihnen gefressen. Daher bekommen die Krebse bei mir auch die kleinen toten Fische aus anderen Becken. An den Anblick muss man sich erst einmal gewöhnen, aber so ist die Natur. Literatur Uwe Werner (1998), Garnelen, Krebse und Krabben im Süßwasseraquarium,Garnelen, Krebse und Krabben im Süßwasseraquarium, Aqualog Spezial, A.C.S. GmbH, Mörfelden-Walldorf, ISBN 3-931702-52-9 Links
|